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Klicken Sie auf den Titel um den kompletten Artikel zu lesen. ___Sabal minor
2009/09/03 englisch: Dwarf Palmetto Herkunft: Diese Sorte lebt in den südlichen und südöstlichen Gebieten der USA, im Tiefland der Mississippi, an der Küsten-Ebene und auf den Halbinsel Florida. Sie wächst in niedrigen Gebieten über dem Meeresspiegel, die mit Wasser gut ausgerüstet sind, oft in Gesellschaft mit einigen nadelblätterigen oder sogar laubigen Bäumen, wie auch in unserer Heimat bekannter immergrüner Lilienbaum (Magnolia grandiflora), die Sumpfzypren (Taxodium dictichum) oder die amerikanische Buche (Fagus grandiflora). Beschreibung: Langsam wachsende Palme, welche unterirdischen oder einen niedrigen oberirdischen Stamm entwickelt. Ihrer Costapalmate und fächerformigen Blätter ändert sich von der dunkelgrünen bis zu der blaugrünen. Die Blattplatte ist tief gespaltet, steif, steht aus zwischen 20 und 40 wechselnden Segmenten. Der Durchschnitt des Blattes ist 60-120 cm. Umweltbedingung: Sie mag den neutralen, frischen Boden voll mit Nährungsstoffen und Humus, aber sie kann den gebundenen Kalkboden oder den leicht saueren Boden auch aushalten. Die gute Wasserableitungsfächigkeit – wie bei den Palmen im allgemeinen – ist bei ihr auch sehr wichtig. An ihrem natürlichen Wohnort ist sie wegen ihrer großen Ausbreitung von dem Ton- und Sandboden der Flußtäler, durch den Lößboden des Überschwemmungs- gebiets von Mississippi bis zum Waldboden der Buchenwälder in Amerika zu finden. Dieser letzte ist der günstigste für sie. Bei den ausgesetzten Pflanzen verbessert das Düngen mit Kaliumprodukten (am Ende des Sommers und im Herbst) ihr Kälteaushalten sehr gut. Von den beschriebenen Umweltbedingungen ist zu erkennen, daß sie eine sehr anpassungsfähige unempfindliche Palmenart ist. Einige in Oklahoma und in Nord-Karoline isoliert lebende Populationen können der rauhen Kälte gut wiederstehen. Manche wunderschöne Stücke dekorieren bei dem tropischen und subtropischen Wetter in Florida die Küste und die Gärten. Aussetzen: Unten den Palmen ist sie diejenige Art, die der Kälte am besten wiedersteht. Doch die lang andauernde Kälte (unter -10 C Grad) verursacht ernsthafte Schäden in der Pflanze. Innerhalb dieser Art wiederstehen die einzelne Exemplare unterschiedlich den extremen Umweltseinwirkungen. Deshalb kann man nicht eindeutig behaupten, daß sabal minor hinsichtlich auf ihre Temperaturempfindlichkeit die wiederstandsfächigste unter der Palmen ist. Jedenfalls kamen die meiste Rekorder aus dieser Art. In der amerikanischen Fachliteratur gibt es viele Daten über den Wiederstand der Kälte. In mehreren Staaten (in Oklahoma und in Kansas) wurden schon weniger als -20 C neben solchen Pflanzen gemessen, welche den Winter im Erdboden wiederstanden haben. Außer die zwei schöne ausgesetzte Exemplare im Botanischen Garten in Budapest gibt es einige ungarische Pflanzensammler, die sich mit ihren ausgesetzten Exemplaren ruhig zeigen lassen können. Am Besten wählen wir eine mindestens 4 jährige Exemplare zum Aussetzen, doch es lohnt sich auch jungen Pflanzen zu nehmen, denn sie entwickeln sich im Erdboden schneller, und einen Winterschutz bei kleineren Pflanze zu schaffen ist wesentlich einfacher. Winterschutz: Neben der Hauswand brauchen sie keine besondere Bedeckung, aber es ist sinnvoll rund um den Stamm den Boden mit trockenem Laub (oder mit Stroh) zu bedecken. Die Keimknospe oder die Spitzenknospe dringt lange nach unten, sie ist eigentlich im Boden oder an der Oberfläche des Bodens, so kann das Laub verhindern, daß die am Blattgriff einsickernde Flüßigkeit friert, und die Knospe sprengt. ___Quercus phellos
2009/09/03 englisch: Wollow Oak deutsch: Weiden-Eiche
Herkunft: Die aus Norden-Amerika stammende Weiden-Eiche breitet sich an der Küste des Atlantik von New York bis zu dem nördlichsten Teil des Halbinsels Florida, in den Staaten der mexikanischen Bucht und auf dem großen Mississippi-Tiefland aus. Das Geschlecht Quercus bildet sich aus mehr als 400 Arten und aus ihren Varianten und Arthybriden, die in erster Reihe in nördlicher gemäßigter Zone, vor allem in Nord-Amerika und in Asien vorkommen. Der wissenschaftliche Name der Weiden-Eiche stammt aus dem Wort Quercus, welches aus dem keltischen Wort Quer (Bedeutung: schön) und Cues (Bedeutung: Baum) kommt. Das Wort Phellos bedeutet griechisch soviel, wie Korkholz.
Beschreibung: Laubfallender Art mit mittelstufiger schneller Entwicklung. Im entsprechenden Boden wächst er in einem Vegetationszyklus grob 60 cm. Die ausgewachsene Pflanze erreicht eine Höhe von 25-30 m, und einen Stammdurchmesser von 1,5 m. Die Rinde der jungen Pflanze ist glatt, später ändert sie sich auf blätterig gebrochenen, korkigen Oberfläche. Seinen Name hat er von der besonderen Blattform bekommen. Die Blätter sind 5-12 cm lang und 1-2,5 cm breit, so ähnelt sie sich dem Lanzenblatt der Weide. Die Spitze der hellgrünen am Anfang haarigen Blätter sind zugespitzt, und im Herbst sind sie hellgelb. Die hängende Pollenträger-Kätzchen und die nicht auffallende Blüten erscheinen am Ende des Frühlings. Die Frucht ist 1-1,5 cm lang, fast rundförmige Eichelfrucht, wobei das Näpfchen die Eichel bis ihrem viertel Teil bedeckt. Der Baum trägt im Durchschnitt erst mit 15-20 Jahren Früchte, welche im nächsten Jahr reif werden.
Umweltbedingung: Seine überseeische Popularität kann die Weiden-Eiche meistens ihrer schnellen Wachstum, guter Kältetoleranz und seiner vielfältiger Benutzung bedanken. Sie mag den feuchten Tonboden, doch am schönsten entwickelt sie sich im saueren Boden. Sie hat eine ausgedehnte Laubkrone, deshalb ist es ratsam einen entsprechenden Abstand vom Haus, vom Zaun oder vom Gehsteig zu halten. Der Zeitpunkt der Aussetzung von den Laubbäumen ist Ende Oktober , Anfang November. Die Vorbereitung der Pflanzengrube muss einige Wochen früher begonnen werden. Graben wir mindestens eine 80x80x70 cm tiefe Grube. Legen wir 10 kg Kuhdünger rein, und anschließend legen wir den zerbröselten Torfboden zurück. Nach einer Woche kann der junge Baum eingepflanzt werden. Die im Container gepflanzten Bäume können im Frühling sorglos ausgesetzt werden. Sogar im Sommer ist die Einpflanzung möglich, doch in diesem Fall müssen wir auf die regelmäßigen Wasserzuführung achten. ___Quercus Phillyraeoides / Steinlinden-Eiche
2009/08/04 Englisch: Ubame Oak Herkunft: Am östlichen Teil von Asien, in China, in Korea und in Japan ist diese Art urheimisch, an der Höhe von 300-1200 m lebt sie an einem Gebiet mit mittelstufiger Wasserversorgung. Nach Europe wurde sie von Richard Oldham (1837-1864) im Jahre 1861 geliefert, wer sich im Auftrag von den königlichen botanischen Gärten (KEW) auf den Fernen-Osten befand. Beschreibung: Langsam wachsender Busch, oder maximal 9-10 m großer immergrüner Baum. Die junge Triebe sind schuppig und graubraun farbig. Die elliptisch Blätter sind ähnlich wie der Lorbeer und sie sind ledermäßig. Am 3-5 mm langen Blattgriff hängt ein 3-6 cm großer Blatt, was oben dunkelgrün und unten hellgrün ist und sie hat eine stumpfe Spitze. An dem Blatt finden wir oft kleine stumpfe Zähne. Ihre vom Wind bestäubende Blumen kreuzen sich leicht mit anderen immergrünen Eicharten. Sein Eicheltrieb ist eiförmig, 1,5-2 cm groß. Umweltbedingung: Er mag den gebundenen Tonboden, an seinem sehr großen natürlichen Wohnort ist er in dem saueren Boden bis zum Kalkboden zu finden. Stellen wir ihn an einen sonnigen oder halbschattigen Platz, aber er ist vorzüglich geeignet als Seine verbrannte Kerne mit hohem Gerbsäureinhalt werden als Kaffee-Ersatz verwendet, aber ähnlich wie die andere Eicharten hat sie auch als Beruhigungsmittel eine wichtige Rolle.
___Abies beshanzuensis / Baishanzu-Tanne
2009/07/28 Englisch: Baishanzu Fir, Chekiang (Zhejiang) Fir Herkunft: Zwischen den kaum zugänglichen Gebirgen Baishanzu in der Provinz S-Zheijang in einem Tal längst an einem kleinen Bach (1700 m) wurde diese besondere Tanne gefunden. In dem Überrest von dem Gemisch von Zwergbambus, Tannen und Buchenwald standen in den Beschreibung: ein niedriger Baum mit ausgebreiteter Krone (<18 m x < 0,8 m), sein Stamm hat eine glatte Kreislinie, seine Rinde ist hart und grau, seine Gerte sind gelb, fast kahl, seine Nadelblätter beugen sich zweiseitig an dem Trieb in V-Form, die an der Seite sind zweimal so lange als die oberen Nadel. An den oberen Gerten stehen sie teilweise kreisförmig. Die Nadelblätter (1-4,2 cm) sind oben glänzig und dunkelgrün, an der untener Seite weiß und streifig. Die Zapfen (7-12 cm) sind schmal und walzenformig, im reifen Zustand gelbbraun und braun, die obene Blätter sind teilweise wegstehend.
Der vegetative Klon-Bestand - was durch den Trieb vermehrt wird (an momere Tanne, an Abies firma) – steht vor dem Administrationsgebäude des Nationalschutzgebiets Baishanzu, in Höhe von 1300 m an einem streng bewahrten und umgezäunten Gebiet. Die Bäume „tragen schon Früchte”, obwohl im Jahr 1998 haben sie noch keine Staubgefässe entwickelt, also das Bestäuben noch fehlt. Oben am ursprünglichen Ackerort in Höhe von 1700 m gibt es fortlaufend Wind und Regen, die das Bestäuben fast unmöglich machen. Die Regeneration des Bestandes in der Population – wo ursprünglich 8 Stück entdeckt wurde, aber für heute nur noch 3 Exemplare geblieben sind – ist am ursprünglichen Ackerort kaum vorstellbar. Von der am Forschungsstation wachsenen Bestand erwarten die Forscher und der Naturschutz, dass sie bald keimbare Kerne trägt, und so könnte mit dem Vorpflegen, mit dem Erkräftigen und mit der Rückführung der Bestand angefangen werden. Fast 10 Jahren sind seit unserem letzten Besuch vorbei. Hoffentlich bekommen wir gute Nachrichten.
Gebirge Baishanzu / Komitat Baishanzu Shan Qingyuan, Privinz Zheijang, am 16. 09. 1998
___Eucaliptus niphophila / Schneegummibaum
2009/07/25 Eucaliptus Niphophila
Englisch: Snow Gum Deutsch: Schneegummibaum
Herkunft: Die zu den Myrtenarten gehörende immergrüne Eukalypten stammen aus Australien, Neu Süd-Wales und aus Staat Viktorien, aus dem Wasserscheidegebirge.
Beschreibung: Der niedrige Baum, selten auch Busch, erreicht normalerweise eine Höhe von 5-8 m. Die Laubkrone des erwachsenen Baums ist 3-4 m breit, so könnte er auch in kleineren Garten eingesetzt werden. Seine in langen Teilen abtrennende Rinde ist grauweiß, darunter ist der glatte Stamm rotbraun fleckig. Seine Blätter sitzen ohne Blattgriff an den jungen Trieben, sie werden später lanzenförmig. Die Blätter sind normalerweise 10 cm lang und 4 cm breit. Die Blätter von den jungen Pflanzen sind aschengrün oder hellgrau, und die von den älteren sind weiß.
Umweltbedingung: In den Regionen, wo der Winter mild ist, und in den geschützten Gärtnereien kann er außen gepflanzt werden, denn seine Kältetoleranz ist mehr als -18 C. Wenn die Triebe erfrieren, können sie in Mai abgeschnitten und so umgeändert werden. Bei gemäßigten Klima kann er auch als Hecke angepflanzt werden. Die typische nasse und binnenwässrige Gebiete mag er nicht gern. Im Sandboden entwickelt er sich sehr schön. Bei Containerhaltung sollte man am besten in 3/5 schwarzen Torf mit 2/5 Sand oder Schotter mischen, so erreichen wir einen optimalen Bodenwert von 6,0-6,5 PH. Er verträgt die Trockenheit relativ gut, doch einen guten Wachstum zu erreichen müssen auch die ausgesetzte Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Er mag halbschattigen, aber auch sonnigen Plätze Der Nährmittel muss mit Kaliumprodukte ergänzt werden. Die Pflanzen im Bottichen können im Winter in hellen Treppenhäuser oder in Garagen gestellt werden.
Der Kern: zum Keimen wird 1-2 monatliche, 4 Grad Kältebehandlung gebraucht. Sein winzig kleiner Kern keimt innerhalb zwei Monaten bei ungefähr 20 C.
___Pseudotsuga gaussenii / Gaussen Douglas-Tanne
2009/05/25 Pseudotsuga gaussenii Englisch: Gaussen's Douglas Fir Deutsch: Gaussen Douglas-Tanne
Herkunft und Verbreitung: Sie ist in Ost China, in den Provinzen Zhejiang, Jiangxi und Fujian einheimisch. Sie wird von den chinesischen Douglas-Tanne (Pseudotsuga sinensis) nicht mehr unterschieden, obwohl die Nadeln dieser Art, welche weicher, ihre Sitzen abgrundet und leuchtendweiss sind ,von den mittel- und westchinesischen Gattung abweichen.
Beschreibung: Sie kann ein stattlicher Baum werden (30 – 40 m × < 0,8 m), doch die heutige Pflanzen werden selten so groß. Ihre Borke wird mit zunehmender Alte rippig und bekommt eine feuchte Oberfläche. Die Zweige sind graugelb, doch ihre unteren Seiten sind fast weiss und glatt. Die jungen Triebe sind braun und behart. Die weichen und aschengrüne Nadeln (2 - 3 cm) wachsen im unteren Baumbereich zweireihig, und sie ragen seitlich nach außen. Im oberen Bereich wachsen sie rund um die Achse entlang. Die junge gelbbraune Zapfen (3,5 – 5,5 cm) sind oval. Sie werden nach der Reifezeit graubraun. Ihre intakte Deckschuppen sind gewölbt und ragen aus. Ihre Spitzen sind 2 - 3 mm länger als die dreieckförmigen Schuppenflügeln.
USDA Zone 7 – 10
![]() ![]() Zsolt Debreczy - Istvan Racz
Dendrologie Stiftung, Ungarn
___Pinus lumholtzii / Lumholtz-Kiefer
2009/05/25 Pinus lumholtzii Englisch: Lumholtz`s Pine Deutsch: Lumholtz-Kiefer
Herkunft und Verbreitung: Eine einzigartige Pflanze. Sie wächst in dem hohen trockenen nördlichen Raum des Sierra Madre (1600 - 2400m), zwischen Sonora und Jalisco bis hin nach Guanajuato in Mexiko. Obwohl ihre vorhangähnlich hängenden Laubkrone (wie bei Pinus patula ) typisch für die subtrophischen Klima ist , lebt diese Sorte im Halbwüstenbereich, im trochkenen Hochland und an den Felsenklippen, wo sie oft nur Buschgrö0e errecht.
Beschreibung: Im oberen Bereich teilt sich die Pflanze auf mehrere Hauptäste. Ihre Laubkrone ist schirmförmig (10 – 20 m × 0,25 – 0,5 m). Der Stamm ist hart und graubraun, und die Jahreszweige sind wachsweiss. Die Nadel-Schuppenblätter sind 1,5 - 2 cm lang, sie stehen leicht und fallen sehr schnell ab. Die Nadel (10 – 30{43} cm) sind dunkelgrün . Die Zapfen (4 – 8 cm) werden im zweiten Jahr reif. (Es ist ihre Eigenartigkeit gegenüber die Pinus chihuahuana und die Pinus leiophylla, bei welchen die Reifezeit auch unter 3 Jahren liegen) Die Zapfen wachsen unproportional und eiförmig. Ihre Schuppen sind fest, ihre Nabeln sind dornig und verschleißen schnell.
USDA Zone 7 – 10
Zsolt Debreczy - Istvan Racz Dendrologie Stiftung, Ungarn
___Abies yuanbaoshanensis / Yuanbaoshan-Tanne
2009/05/25 Abies yuanbaoshanensis Englisch:Yuanbaoshan Fir Deutsch: Yuanbaoshan-Tanne
Herkunft und Verbreitung: Sie wurde 1980 zusammen mit der Ziyuan-Tanne (Abies ziyuanensis) in Nord Guangxi in China erfasst. Laut neusten Erkenntnissen soll diese Tanne der Gattung der Beshenzuen-Tanne (Abies beshanzuensis) gehören. Sie Vertreten mit beiden Tannen (Abies beshanzuensis und Abies ziyuanensis) eine der südlichsten Tannengattung (Abies chensiensis) in Asien. Sie wachsen an die Bergkämmen in 1700 - 2050 m Höhe. Die schwer erreichbare Höhe hat die Yuanbaoshan-Tanne (auch andere Pflanzen, wie zB.: Taxus chinensis var. mairei, Cephalotaxus oliveri, Tsuga tchekiangensis, Thamnocalamus cuspidate) bis zu den heutigen Tage geschützt.
Beschreibung: Die Tanne wächst relativ hoch (20 – 25 m × < 0,6 m). Ihre Borke ist groß und fällt in harten Schuppen ab. Ihre Triebe sind gelbbraun. Die Nadel wachsen an den unteren Ästen in doppelten Reihen in“V” und im oberen Bereich in Strahlungsform. Die Zapfen (8 - 9 x 4,5 - 5cm) sind sehr robust. Während die Reifezeit sind sie grünbraun, später werden sie braun. Die Deckschuppen stehen senkrecht zur Achse und ihre Spitzen sind leicht gebogen. Bedrohte Art. Sie steht auf der roten Liste.
USDA Zone 7 – 10
Zsolt Debreczy - Istvan Racz Dendrologie Stiftung, Ungarn
___Allgemeine Hinweise über die Keimung der Nadelbäume
2009/05/25
Allgemeine Hinweise über die Keimung der Nadelbäume
Vorbereitung der Samen
Die Keimung der Nadelbäume müssen wir in zwei Kategorien unterteilen. In die erste Gruppe gehören die Sorten, welche für die Keimung eine Kältewirkung brauchen (wie z.B.: die Eibe) und erst im Frühling ausgesät werden können. Die Kältewirkung können wir künstlich selber erzeugen. Man muss nur die Samen mit leicht feuchten Erde zusammen mischen und in einer Dose legen. Bei verschiedenen Sorten ist es sinnvoll die Dosen zu beschriften. Dann legt man sie in den Kühlschrank, und nach einige Wochen kann man sie schon aussäen. In die zweite Gruppe gehören die Sorten, welche frostempfindlich sind. Diese Samen sollte man ziemlich spät im Frühling ausäen. Optimal ist es, wenn die Bodentemperatur schon 20C Grad (in April) erreicht hat. In diese Kategorie gehören z.B.:die Doppelnadel-Tannen und die Fichten.
Aussaat und Boden
Wenn die Samen nicht in die freie Natur , sondern in Töpfe gesät werden, dann sollen diese in einen 20 - 25C Grad warmen und hellen Raum gestellt werden. Wenn es sich hier nicht um eine „großbetrieblichen“ Anpflanzung handelt, dann ist die Keimungszeit ohne großen Bedeutung. Die Jungpflanzen bleiben in diesem Fall mindestens 1 - 2 Jahre in den Töpfen, welche man in der Winterzeit leicht versetzen kann. Für die Keimung benützen wir am besten Torfboden mit Sand, oder Kompost aus Tannenborken. Wichtig ist es, dass der Boden ein leichtes Säuregehalt hat. Die Wasserdurchlässigkeit ist ebenfalls notwendig. Doch man sollte darauf achten, dass der Boden immer feucht bleibt, denn die Austrocknung des Bodens fatale Folgen auf die keimende Samen haben kann. Nach 1 - 2 tägigen Quellung, sollte man sie leicht abtopfen, und die noch feuchte Samen im Tauchverfahren gegen einen möglichen Pilzenbefall schützen. Dafür sind die folgende Mitteln bestens geeignet: Previkur 607 SL.51/T, Orthocid 50 WP oder Dithane M 45 Wenn der Boden schon soweit vorbereitet ist, dann säen wir die Samen in eine Tiefe, welche 3 - 4-mal die Samengröße entspricht. Bei sehr kleinen Samen ist dieses fast unmöglich zu realisieren, deshalb sollte man sie auf die Bodenoberfläche säen und mit Sand oder sandigem Torf 5mm dick überdecken. Für die optimale Keimung ist neben die Wärme (20 - 25 C Grad) auch die hohe Luftfeuchtigkeit unerlässlich. Mit zunehmender Temperatur erfolgt die Keimung schneller, doch die stark verlängerte Jungpflanzenstiele verlieren ebenso schnell ihre Standhaftigkeit. Die Keimungszeit liegt zwischen 2 bis 4 Wochen. Sie kann sich aber stark zwischen die Arten ändern.
Die Keimungszeiten bei einigen Arten:
Pflanzenschutz und Aussetzung
Wenn das Tauchverfahren (Pflanzenschutz der Samen) versäumt wurde, dann müssen die Setzlinge mit den oben erwähnten Mitteln besprüht werden. Die ständige Bewölkung und fehlendes Licht, sowie hohe Luftfeuchtigkeit und Übergießung der Pflanze fördern die Krankheiten der Stecklinge. Im Frühling gesäten Samen werden bis Herbst richtige Pflänzchen. Sie erreichen oft die Höhe von 8 bis 15 cm. Jetzt kann man sie einzen in die Töpfe pflanzen. Dabei sollte man auf das leichte Säuregehalt des sandigen Bodens achten. Wieterhin ist es wichtig den Boden feucht zu halten, und dabei sie nicht übergießen. Im ersten Jahr sollten sie geschützt den Winter überstehen. Erst im nächsten Jahr im Frühling können die Bäumchen ausgesetzt werden. ___Nothotsuga longibracteata / Chinesische “Zeder”- Hemlock
2009/05/25 Nothotsuga longibracteata Englisch: Bristlecone hemlock Deutsch: Chinesische “Zeder”- Hemlock
Herkunft und Verbreitung: Sie wachsen in Süd Fujian, Nord Guangdong Mittel und Nord-Mittel Guangxi, Guizhou und Süd Hunan in China (zwischen 300 - 2300 m) Sie ähnelt sich in Form an Hemlock und stark an Keteleeria, deshalb wurde sie von H.M.Gaussen einfallsreich als “Tsugo-Ketelleria” bezeichnet. Gegenüber die Hemlocktannen (Tsuga) haben ihre Zapfen nach oben ragenden Deckschuppen, und ihre spitzen Nadel wachsen in Strahlungsförm.
Beschreibung: Wie beim Zeder wächst die Baumkrone flach und ausgedehnt. Die Baumhöhe liegt zwischen 10 - 30 m. Die Äste sind lang, und werden in Richtung der Sptize schmal. Ihre Borke fällt in kleinen Schuppen ab, wobei rote, braune und grau flecken entstehen. Die Nadel (1,1 - 2,4 cm) sind flach, an der Oberseite glänzend grün und spitz. Die Unterseite ist hellgrü, und die Lüftungslöchern sind in auf beide Seiten in Rheien angeordnet. Die Zapfen (2,5 - 5,8 cm) sind bis zur Reife hellgrün.Die Deckschuppen(0,9 - 2,2 cm) ragen nur kurz über die Spitze. Bedrohte Art. Sie steht auf der roten Liste USDA Zone 8 – 10
Zsolt Debreczy - Istvan Racz Dendrologie Stiftung, Ungarn
___Abies fanjingshanensis / Fanjingshan-Tanne
2009/03/31 Abies fanjingshanensis
Englisch: Fanjingshan Fir Deutsch: Fanjingshan-Tanne
Herkunft und Verbreitung: Man findet sie im östlichen Teil der Provinz Guizhou in China. Sie wachsen an den Kammlagen und Steilen des Fanjing (shan) Gebirge in einer Höhe von 2100 bis 2300 m . Die Abies fanjingshanensis, welche nah an der mittelchinesischen blauzapfigen Farges-Tanne (Abies fargesii) steht, wird in China als eigenständige Art geführt. Sie weist Ähnlichkeiten zu Abies fargesii Franchet auf, unterscheidet sich aber von Abies fargesii durch längere Nadel, durch weit randständig liegende Harzkanäle, durch die dunkelbraune Farbe der reifen Zapfen und durch nicht hervortretende Deckschuppen. Als einheimische Tanne mit ihren isoliertes und gut geschütztes Vorkommen, weisst sie auf eine fruehere Area und auf eine weiten suedlichen Verbreitung der nördliche Gattung der Farges-Tanne, welche von Nord Sichuan und Süd Guansu bishin nach Hubei reicht. In der subtrophischen Provinz besiedeln sie in Mischung mit Tsuga chinensis, Acer flabellatum, Rhododendron hypoglaucum, Enkianthus chinensis, Prunus serrulata u.a. die nach norden geneigten Steilhänge.
Beschreibung: Wächst in Schirmform des Zeder, hat weitreichende Äste (< 22 m × 0,65 – 0,8 m) und ihre Zweige sind rotbraun. Die Nadelblättern zeigen ihre Achse entlang eine “V” - Form und sie verdicken sich an den oberen Seite der Triebe. Die Nadeln haben eine Länge zwischen 1 - 4,3 cm. Ihre Spitzen sind ausgezupft, und oft am oberen Ende aschenrgau, wobei die untere Seite wachsig weiss ist. Die unreifen Zapfen, welche durchschnitlich 4 - 6 cm groß werden, haben die Farbe lila oder bläulich grau. Nach der reifeyeit werden sie braun. Sie sind flach oder eingedrückt und die Spitzen ihre Deckschuppen ragen nicht oder nur teilweise aus. Das sehr begrenzte Vorkommen dieser Tannenart, und eine rätselhafte Abtrocknung der Äste rechtfertigt die Einstufung als seltene und bedrohte Art. Sie steht auf der roten Liste. USDA Zone 8 – 10
Zsolt Debreczy - Istvan Racz Dendrologie Stiftung, Ungarn
___Praktische Hinweise über Koniferen
2009/05/25 Viktor Hegyesi Praktische Hinweise über Koniferen Einführung: Vor nicht ganz zehn Jahren war es kaum möglich, Koniferen zu besorgen, denn nur für Sammler ergab sich die Möglichkeit, ein oder zwei seltene Exemplare dieser Arten zu besitzen. Die Tannensammler bezahlten nicht mit Geld, sondern tauschten gegen eine ähnlich seltene Pflanze; die alles erprobenden Fanatiker reisten um die Welt, um seltene Selektionen zu erforschen. Dank dem Internet kann man heute von einem riesigen Durchbruch in der Beziehung des Pflanzenimports sprechen. Der gewaltige Artenreichtum, die jährlich erscheinenden Selektionen, bereichern die Welt der Tannen sowie im Form- als auch im Farbenbereich, und wir können sogar bequem im Schaukelstuhl sitzend mit Hilfe des Internets auf Entdeckungstour gehen. Auch international betrachtet hatten und haben wir anerkannte ungarische Fachmenschen, die sich sehr mit der Entwicklung der Thematik beschäftigt haben, und deren Namen ich hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, nennen möchte: Zsolt Debreczy, István Rácz, Elemér Barabits, Marcell Kis, Gyula Tóth, László Orlóci, Miklós Józsa und ich könnte die Reihe noch fortsetzen. Ihnen können wir viele neue Arten, Variationen und präzise geschriebene Fachliteraturrpublikationen verdanken. Auswahl Leider sind viele Informationen der Gartenbörsen fehler-oder mangelhaft und in vielen Fällen hängt daran das Schicksal der Konifere. Die vor dem Kauf zu treffenden Entscheidungen werden durch Praxis – und Erfahrungsmangel erschwert, bzw.sind von vielen Irrtümern in der Pflanzung und Pflege der Koniferen umgeben.
Wir sollten uns mit den Umweltbedingungen und den klimatologischen Voraussetzungen unseres Wohnortes auskennen, besonders im Bereich der USDA - Zone! Warum ist es wichtig zu wissen, wie die USDA-Zone unseres Wohnortes beschaffen ist? Zum Glück beginnen solche Definitionen wie „frostbeständig”, „besonders winterhart”, „ein bisschen frostempfindlich”, usw. aus der Mode zu geraten. Sehen wir doch ein, diese Begriffe sind sehr ungenau! Die USDA-Zone ist eine viel genauere Einstufungsmethode, mit der wir uns besser auskennen sollten. Boden: Leider vertragen die meisten Koniferenarten keinen kalkigen Boden. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber auch das bedeutet nicht, dass sie die Kalkböden mögen, sondern sie allenfalls ertragen. Wenn sie dennoch auf kalkigen Boden geraten, werden sie Wachstumsstörungen, degenerative Entwicklungen, Vergelblichungen, Vertrocknungen aufzeigen und schließlich eingehen. Der kalkhaltige Boden hat eine besonders negative Wirkung auf die Koniferen, denn er behindert die Aufnahme von Mikroelementen aus dem Boden durch die Wurzeln. Wie können wir herausfinden, ob unser Boden kalkhaltig ist? Der Ausweg ist in diesem Fall der Bodenwechsel. Beim erstmaligen Hören schrecken viele von der Kompromisslösung zurück, aber im Falle von Koniferen ist es eine einfache Sache. Die Wurzelstrukur der Koniferen unterscheidet sich gegenüber anderen Baumarten, da sich die horizontale Hauptwurzel in der ersten 25-30 cm dicken Schicht des Bodens befindet. Wir müssen also weder tiefe Gruben graben, noch an hohe Kosten denken. Wir sollten außerdem die Wasserleiterfähigkeit des Bodens untersuchen. Den lehmigen, dicken und feuchten Boden mögen Koniferen nicht besonders, dagegen bevorzugen sie den lockeren, luftigen Boden. Es gibt natürlich auch hier Ausnahmen, aber wir sollten diese Information bei der Auswahl der Konifere beachten! (Z.B. die Sumpfzypressen lieben den erstgenannten Boden). Dank des Wurzelsystems kann man einen zu lehmigen Boden durch den oben genannten Bodenwechsel beseitigen. Auswahl Zuerst überlegen wir uns, was für eine Tanne wir wirklich haben wollen! Eine riesige Tanne? Oder lieber einen Zwerg in unseren Steingarten? Oder eine Art, die in 10 Jahren nur 1,5 bis 3 Meter hoch wird? Soll sie die Rolle einer Solitärpflanze einnehmen, als Hecke oder als Bodenbedeckung dienen? Oder hat uns die Schönheit der Koniferen so beeindruckt, dass wir eine Sammlung begründen möchten? Wir sollten auch in die ferne Zukunft denken und die Gegebenheiten unseres Gartens in die Entscheidung mit einfließen lassen. Wenn wir nur eine Pflanze haben möchten, brauchen wir nicht groß überlegen, aber wenn es sich um mehrere Pflanzen, vielleicht sogar um eine ganze Sammlung handelt, dann sollte man eine Skizze anfertigen, damit wir planen, wo die Pflanze hingepflanzt werden wird. Wir sollten uns im Vorfeld über die Gestalt der ausgewählten Pflanze informieren. Wie groß wird sie in einem Jahr, wie groß wird sie in 10 Jahren sein und welche Größe wird sie im Erwachsenenalter erreichen. Unser Internetshop bemüht sich auch jetzt, die verschiedenen Informationsquellen zusammenzustellen und auf botanische Daten zurückgreifend alle Daten zu dem Thema Koniferen zu sammeln, um dem bewussten Garten – und Umgebungsplaner zu helfen. Außerdem ist es von Vorteil, sich ein, zwei Fachbücher zu besorgen, die uns bei der Auswahl der Art behilflich sein werden! Wenn wir wissen, wie groß die Pflanze wird, können wir die erst nach ein paar Jahren sichtbare unangenehme Überraschung, dass wir unsere Pflanzen zu nahe aneinander oder unsere Mammutkonifere zu nahe an die Garage gepflanzt haben, vermeiden. Denn dann haben wir nur wenige Möglichkeiten zur Korrektion. Ein anderes häufig auftauchendes Problem ist, dass unser gut geplanter und mit vielen Pflanzen reich bestückter Garten in solcher Art seine Form verliert, dass innerhalb weniger Jahre die Konifere ihn bedeckt haben und damit den Ziersträuchern unseres vielgepflegten Gartens zu wenig Licht zukommen lassen wird. Das führt zu Lichtmangel der Pflanzen und wir verlieren den Genuss am visuellen Ergebnis unserer Gartenplanung. Ich möchte gern ein paar formale Daten notieren, die uns bei der Auswahl behilflich sein können: Die Koniferen kann man in vier Größengruppen unterteilen. Gut ist es, wenn wir uns das merken, denn an vielen Stellen kann man diese Bezeichnungen finden: Miniatur – Koniferen Zwergkoniferen Normale Koniferen Große Koniferen Diese Daten beziehen sich auf gut gewurzelte, unter optimalen Bedingungen gedeihende 5 Jahre alte Pflanzen! Unter Formtypen können wir die Koniferen in 8 wichtige Gruppen unterteilen: Von links nach rechts: 1.) Rund: Ballförmig, eventuell Halbkugel. Komplett gerundete Belaubung. Ihr Aufbau ist nicht immer massiv! Einordnung durch Farben: Im Fall der Koniferen gibt es eine reiche Vielfalt an Farben und Mustern. Natürlich von verschiedenen Grüntönen, über gelb, orange und Blautöne, bis hin zu Lavendelfarben und weinrot. Viele Koniferen sind zweifarbig, was sich durch Streifen, Punkte oder Flecken äußert. Andere ändern von der Jahreszeit abhängend ihr Farbenkleid. Die Rinde einiger Pflanzen kann sich in Form und Farbe von ihren Artgenossen unterscheiden, andere prahlen mit ihren zauberhaft farbigen Zapfen, deren Farben von blau bis weinrot reichen. Die Variationen der Farben sind also grenzenlos. Diese Sichtweise, dass die Koniferen nur langweilig grün sind, hätten wir also geklärt! Untersuchen wir die sich in unserem Garten befindenden Zierpflanzen, und beachten wir bei der Planung die Beleuchtung! Ein bekannter Aberglaube ist, dass sich die Koniferen im Schatten wohl fühlen. Das ist eine falsche Behauptung, denn die Koniferen sind Licht liebende Pflanzen. An einem schattigen Ort oder in zu unmittelbarer Nähe mit Artgenossen können die farbigen Exemplare – ich denke hier an die goldgelben oder stahlblauen Individuen – ihre Farbigkeit verlieren, die Pflanzen nadeln und werden schwächer. Die Widerstandskraft sinkt, sodass sich viel Ungeziefer, wie zum Beispiel die Fichtengallenlaus, der Kiefernknospentriebwickler oder der gemeine Kiefernspanner, leicht vermehrt. Außerdem sollten wir auf eine weitere goldene Faustregel achten: Achten wir darauf, dass wir die Konifere nicht in die Nähe eines Nuss- oder Kastanienbaums pflanzen. Das herbstliche Laub dieser Pflanzen enthält ein Alkaloid namens Juglandis, das, wenn es ins Erdreich gerät, das Leben der Mikroorganismen und damit die Entwicklung der Koniferen erheblich beeinträchtigt, andere empfindlichere Arten können sogar eingehen. Mit dem gewonnenen Basiswissen sind wir nun bereit, unsere Pflanze zu besorgen. Wir haben ihre zukünftige Umgebung, Verhältnisse untersucht und geplant. Mit einem Wort: Mit präziser Genauigkeit haben wir uns vorbereitet. Wir wissen, was wir wollen und vor unserem innerlichen Auge entsteht das Bild: Wie wird der Garten in ein paar Jahren aussehen. Ein kleines Hindernis schiebt sich allerdings noch in den Weg: Erdballen oder Container und wann ist die Zeit zum Auspflanzen ideal? Untersuchen wir dieses Thema einmal von der pro und contra Seite! Koniferen mit Erdballen Der Mensch entscheidet sich dann für Koniferen in Erdballen, wenn es sich um eine Grundart handelt, eventuell eine modernere Variante, die in großen Mengen vorliegt. Vorteil: So können wir uns auch für eine größere Pflanze entscheiden, damit wir nicht viele Jahre warten müssen, bis sie 1 – 1,5 m groß wird. Nachteil: Viele dieser Pflanzen haben einen geschädigten Wurzelbereich, sodass wir sie nicht egal wann pflanzen können! Auf was wir achten sollten: Nach Erfahrungswerten sind die auf diese Art und Weise zum Verkauf angebotenen Pflanzen in den Baumschulen und Gärtnereien zuverlässig, aber in den großen Gartencentren sollten wir Vorsicht walten lassen. Auf jeden Fall sollten wir den Erdballen auf Intaktheit hin kontrollieren! Umso größer der Erdballen ist, umso geschützter und unbeschadeter ist die Wurzel. Bei den Koniferen ist es sowieso schwierig mit dem Wurzeln, denn es kann 2 – 3 Jahre dauern, bis die frisch gepflanzte Konifere richtig wurzelt. Natürlich müssen wir darauf achten, dass wir eine gesunde, unbefallene Pflanze auswählen! Ein, zwei vertrocknete Seitentriebe, ausfallende Nadelblätter können verratende Zeichen sein. Auspflanzen: Im Frühling (Erste Hälfte im April, oder Anfang März, es kann sich aber auch je nach Wetterlage bis zur zweiten Hälfte des Aprils hinziehen) WICHTIG! Wenn wir die schon vorhandenen Koniferen umpflanzen müssen, dann sollten wir das ebenfalls in dieser Zeit machen! Wenn die Arbeit im Herbst stattfindet, dann ist die erste Monatshälfte im September geeignet, denn die Zeit danach gehört in die Kategorie „Glücksspiel”.
Wenn es sich um eine wirklich seltene Pflanze handelt, die nicht jeder Nachbar besitzt, und die es nicht mit entsprechend großem Erdballen gibt oder zu beschaffen ist, da sie in Europa nur limitiert von Fachspezialisten gezüchtet werden, sollten wir sie im Container kaufen. Wenn es auch 1-1,5 m große Exemplare einer selteneren Art gibt, können wir es uns trotzdem nicht immer erlaubern, dem Familienbudget 2000-3000 Euro zu entnehmen. Wenn wir etwas Geduld besitzen, sollten wir die paar Jahre abwarten, bis sie wächst. Vorteil: Wir bekommen eine Konifere mit komplettem Wurzelgeflecht, die wir mit ruhigem Gewissen in jeder frostfreien Zeit des Jahres pflanzen können. Nachteil: Leider sind diese Pflanzen verhältnissmäßig klein, von 20-30 cm bis ganze 60-80 cm. Wir müssen also ein paar Jahre warten, bis sie wachsen. Auf was wir achten sollten: In den meisten Fällen können die seltenen Exemplare nur durch die Lieferdienste der Gärtnereien an uns geschickt werden. Wir sehen die Pflanze also erst, wenn der Postbote sie uns bringt. Deswegen sollten wir uns vor einer Online-Bestellung sorgfältig bei Gärtnerforen über die Vertrauenswürdigkeit der Firma und die Qualität der Pflanzen informieren. Den Übergabebeleg müssen wir immer behalten! Es ist vorstellbar, dass nachträgliche Reklamationen nur mit Vorlegen dieses Dokuments möglich sind. Auspflanzen: In jeder frostfreien Zeit des Jahres, aber besser ab Anfang/Mitte Oktober nicht mehr experimentieren! Jetzt haben wir sogar den Kauf der Pflanze geschafft, jetzt brauchen wir sie nur noch an einen geeigneten (und wenn wir gut geplant haben, an ihren endgültigen) Ort pflanzen.
Wie ich bereits zu Beginn erwähnt habe, brauchen wir hierbei nicht an eine teure, ermüdende und zeitaufwendige Aktion denken, wenn wir den Bodenwechsel erwähnen. Als erster Schritt gilt es die endgültige Größe der ausgewachsenen Pflanze zu ermitteln. Bei einer normalen, bzw. auch groß wachsenden Konifere ist es genug, wenn wir in einem Durchmesser von einem Meter und in einer Tiefe von 50 cm die Erde ausheben. Die 50 cm beziehen sich hauptsächlich auf die großen Arten, bei normal großen Pflanzen sind 30 cm ausreichend. Es ist also überflüssig, einen größeren Bereich auszuheben. Natürlich können wir die Ausmaße des Erdlochs bei Miniatur- und Zwergformen weiter verringern. Rechnen wir damit, dass eine normale Zwergtanne mit einer 30-50 cm großen Setzgrube zufrieden ist. Wenn wir besonders professionell vorgehen wollen, dann entfernen wir nur die ersten Zentimeter der obersten Schicht, lassen so eine Terasse entstehen, die wir umzäunen, dann erhöhen wir die Bodenhöhe um 25 cm, als würden wir ein hervorstehendes Beet begrenzen. Diese Technik ist deswegen gut, weil wir damit praktisch eine mit der Zeit wiederkehrende Verkalkung des Bodens vermeiden, da die Kalziumionen von der Seite aus nicht in den Boden gewaschen werden können. Das Unkrautjäten ist bei jungen Pflanzen noch viel einfacher, wobei es natürlich auch aus ästhetischen Gründen (und auch das Graben wird leichter...) nicht zu verachten ist. Bei dem Bodenwechsel haben wir nichts weiter zu tun, als Torf bzw. im Sack zu kaufende Rhododendronerde erstehen. Beide sind in fast jedem Lager der Gartencenter erhältlich. 80% Torf bzw. Rhododendronerde und 20% ursprüngliche Erde werden gemischt und in diese Mixtur wird die Konifere gepflanzt. Keine Düngemittel in die Grube geben! Die Koniferen brauchen kein Düngemittel, es gibt sogar Pflanzen, die besonders empfindlich auf hohen Düngemittelbestand reagieren. Entgegen dem Aberglauben brauchen Koniferen für eine gesunde Entwicklung keine Düngemittel. Die immergrünen Nährsalze werden nicht für Koniferen entwickelt! Maximum für laubige Immergrüne, die diese besonders lieben, aber die Koniferen würden davon eingehen! Mit einem Wort: Weder zur Auspflanzung, noch danach brauchen wir Düngemittel! Es ist empfohlen, nach dem Auspflanzen zu mulchen! Pflege nach der Pflanzung, Gießen Eine Pflanze im Container oder im Erdballen, muss abhängig davon, ob sie als Samen oder eventuell vegetativ oder durch Pfropfung vermehrt wurde, beim Kauf mindestens 2-3 Jahre alt sein. Also braucht sie auch wenigstens noch zwei-drei Jahre viel Aufmerksamkeit beim Gießen, aber auch Erdballen-Pflanzen müssen noch mindestens ein Jahr betreut werden. Die über fünfjährigen Pflanzen kann man im Bezug auf Wasser in drei Kategorien teilen: Trockenheit ertragend, mittelmäßig wasserbedürftig, sehr wasserbedürftig. Trockenheit ertragend: Alle die Koniferen, die zwei regenarme Sommermonate ohne menschliches Handeln – in diesem Fall Gießen – ertragen. In unserer Klimazone gibt es nicht wirklich solche Arten, aber es ist gut zu wissen, was möglich ist. Mittelmäßig wasserbedürftig: Das sind die besten Koniferen. In unserer Klimazone bedeutet das, dass man in einem normalen Wetterjahr überhaupt nicht gießen muss. Wenn sich die Wetterbedingungen verändern, müssen wir den Wassermangel begleichen. Leider konnten wir schon an unserer eigenen Haut spüren, wie es ist, wenn man sogar noch in einem trockenen Herbst zu gießen gezwungen war. Sehr wasserbedürftig: Diese Pflanzen kann man ohne regelmäßiges Gießen nicht halten. Mit Mulchierung können wir die Schnelligkeit der Austrockung des Wurzelbereichs verringern, damit auch die Häufigkeit des Gießens! Außerdem möchte ich erwähnen, dass wir die Wasserbedürfnisse unserer Pflanzen nicht selbst herausfinden, wir sollten auf jeden Fall über die Pflanze und ihre Art viel lesen oder einen Fachmann fragen. Viele begehen den Fehler zu verallgemeinern. Darunter verstehe ich, dass sie leicht denken, dass die seltene Variante der Pflanze mit den gleichen Bedürfnissen versehen ist, wie die Grundart (Kälteempfindlichkeit, Boden, Wasserbedürfnisse), von der sie stammt. Die echten Seltenheiten können nur durch Pfropfung vermehrt werden. Also nicht immer wird auf eine gleiche Grundart gepfropft, sondern auch innerhalb der Gattung auf ein mit besseren Gegebenheiten versehenes Exemplar. Warum das gut ist? Weil damit die eventuellen empfindlichen Gegenheiten der Grundart ausgeglichen werden können, zum Beispiel im Bezug auf die Grundart (Phänotyp) verbessert sich die Kälteempfindlichkeit, die Pflanze wird restistenter gegen Kalkboden, usw. Ein gutes Beispiel dafür ist die Abies koreana und die allgemein beliebte Variante der Abies koreana: die Silberglocke. Das ist kurzgefasst im Großen und Ganzen alles, was man vor und nach dem Kauf von Koniferen wissen muss, um ein glücklicher und stolzer Besitzer dieser Pflanzen sein zu können, die viele lange Jahre Zierde und Mittelpunkt in unserem Garten sein können.
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